„Wir haben mehrmals mit unseren Schülern über dieses schwierige Thema gesprochen. So zum Beispiel, wie man den Verlust eines liebgewonnenen Tieres betrauert. Oder beim Tod eines Familienmitgliedes, sich an schöne gemeinsame Erlebnisse in vielfältiger Form erinnert. Es ist sicherlich ein Thema, dass Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen interessieren sollte. Dann kam die Idee, mit einem Musical bei mehreren Auftritten Geld zu sammeln“, so Birgit Palatzke – Klassenlehrerin der 3c der Heringsdorfer Grundschule in Begleitung von Referendarin Miriam Calies.
Mit „Es ist kalt – das verschwundene Geld“ wurde das entsprechende Musical einstudiert.

Nun ging es daran, die Rollen zu verteilen, die Texte einzuüben. Es war erstaunlich wie die Schüler von Beginn an, das Stück in Eigenregie übernahmen, die Geeignetsten für die jeweiligen Rollen mit Zweitbesetzung fanden.

„Wir waren sofort mit Begeisterung dabei“ verriet Edgar, der den Penner spielte. Da die erste Aufführung vor den Eltern geplant war, mussten die Drittklässler zu Hause heimlich die Texte lernen.

Nach einigen Proben gab es die Premiere, dem schlossen sich weitere sieben Auftritte in verschiedenen Hotels, anderen Einrichtungen und vor mehreren Klassen in der Aula der Schule an. Fleißig wurde bei den Auftritten gesammelt und eine tolle Summe in Höhe von 933,51 Euro an unsere Koordinatorin Katy Lorenschat übergeben.
Diese war höchst angetan vom Musical und der großen Bereitschaft der Drittklässler für die in Greifswald ansässige Einrichtung.
Musical

 

Im Musical ging es um einen Jungen, der sich allein unter einer Brücke in bitterer Kälte an einem Lagerfeuer wärmt. Er findet ein Portemonnaie, welches ein genau in dem Moment hinzukommendes Mädchen verloren hat. Sie verdächtigt ihn nun, das Geld entwendet zu haben. Es entwickelt sich ein Dialog – das Mädchen meint sie habe Stil und Geschmack, er sei nur ein Penner. Sie holt ihre Freunde zur Unterstützung. Am Ende begreift das Mädchen doch, dass Geld nicht alles ist und der zufriedene Junge erzählt „ich glaube sie hat verstanden“.

Vor der Spoendenübergabe hatten die Schüler in einer Fragestunde wissenswertes zum Hospiz erfahren.

Auf die Frage von Pia, was der Hospiz bedeutet, erklärte Frau Lorenschat die wichtigsten Aufgaben, der vorwiegend ehrenamtlichen Betreuung. Leonie fragte, wie viel Familien betreut werden, Mathis, Pauline, Maximilian und Leonie wollten vieles rund um die zu betreuenden Kinder wissen. Auch Paulines Frage zu besonderen Kuscheltieren der Kinder wurde´beantwortet. Joelina wollte wissen, wie Abschied von einem sterbenden Kind genommen wird.

Auf alle Fragen gab es Antworten, wobei Frau Lorenschat selbst bekannte, oftmals in schwirigen Situationen selbst den Tränen nahe zu sein. Die Familien und Kinder werden zu Hause betreut, eine gesonderte Einrichtung dafür gibt es noch nicht“, erklärte sie zum Abschluss.

 

Für das tolle Engagement der Klasse 3 B gab es von der Schulleitung ein großes Kompliment.

 

Wir sagen vielen, vielen Dank!
Ihr seid große Klasse!